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Der Japanische Budo Verband (Zen Nihon Budo Renmei) ist ein Zusammenschluß von verschiedenen japanischen Nationalkampfkunstverbänden. Diese Verbände kamen zusammen um das Ziel bzw. den Sinn des Budo zu definieren und folgende Charter wurde entworfen.
"Budo, verwurzelt im kämpferischen Geist des alten Japan, ist ein Aspekt der traditionellen Kultur, der sich durch Jahrzehnte der geschichtlichen und sozialen Veränderungen von Jutsu zu Do entwickelt hat.
Dem Konzept, der Einheit des Geistes und der Technik folgend, entdeckte und kultivierte Budo eine Disziplin des einfachen Trainings, das die Etikette, geschickte Technik, körperliche Kraft und die Einheit von Geist und Körper fördert. Moderne Japaner erbten diese Werte, die nun eine große Rolle bei der Formung japanischer Persönlichkeiten spielen. Der Geist des Budo ist im modernen Japan eine Quelle der mächtigen Energie und fördert wünschenswerte Neigungen in jedem Einzelnen.
Budo wurde in der ganzen Welt verbreitet und weckt heutzutage großes internationales Interesse. Wie auch immer, das Vernarrtsein in vorwiegend technisches Training zusammen mit übermäßiger Gewinnsucht ist eine ernstzunehmende Bedrohung für das Wesen des Budo. Um diese Perversion der Kunst zu verhindern, müssen wir uns ständig selbst erforschen und uns bemühen dieses nationale Erbe zu perfektionieren und zu bewahren.
Diese Gedanken bewegen uns die Budo Charter zu errichten, um die grundlegenden Prinzipien des Budo aufrecht zu erhalten.
ARTIKEL 1 (ZIEL):
Das Ziel des Budo ist es, Charakter zu kultivieren, um die Möglichkeit, verschiedene Entscheidungen treffen zu können, zu bereichern und ein gut diszipliniertes und fähiges Individuum durch Teilnahme am körperlichen und geistigen Training, unter Nutzung kriegerischer Techniken, zu pflegen und zu fördern.
ARTIKEL 2 (KEIKO):
Wenn man täglich trainiert, muß man ständig dem Anstand folgen, sich an die Grundprinzipien zu halten, und man muß der Versuchung widerstehen, mehr nach technischen Fähigkeiten zu streben, als nach der Einheit von Geist und Technik.
ARTIKEL 3 (SHIAI):
Im Kampf und in der Ausführung der Kata muß man den Geist des Budo offenbaren, sich selbst bis zum Äußersten anstrengen, mit Bescheidenheit gewinnen, Niederlagen anmutig akzeptieren und ständig eine gemäßigte Haltung zeigen.
ARTIKEL 4 (DOJO):
Das Dojo ist ein geheiligter Ort für das Training von Geist und Körper. Hier muß man Disziplin, korrekte Etikette und Förmlichkeit aufrecht erhalten. Die Trainingsfläche sollte ein stiller, sauberer, sicherer und ernster Bereich sein.
ARTIKEL 5 (UNTERRICHT):
Wenn man Trainierende lehrt, sollte der Budo-Meister, sofern er ein guter Lehrer sein will, immer danach trachten den Charakter des Schülers zu formen und die ihm eigenen Fähigkeiten, sowie die Disziplin von Geist und Körper zu fördern. Der Trainer sollte nicht durch Gewinn oder Niederlage beeinflußbar sein, noch sollte er Arroganz aufgrund seiner überlegenen Fähigkeiten zur Schau tragen - er sollte derartige Einstellungen zurückhalten, um als Vorbild wirken zu können.
ARTIKEL 6 (FÖRDERUNG):
Wenn man Budo fördert, sollte man den traditionellen Werten folgen, nach einem wirklichen Training trachten, zur Nachforschung beitragen und sein möglichstes tun, um diese traditionelle Kunst, mit dem Verständnis internationaler Sichtweisen, zu perfektionieren und zu bewahren."
Der Japanische Budo Verband besteht aus folgenden Organisationen:
Zen Nihon Judo Renmei (All Japan Judo Federation)
Zen Nihon Kendo Renmei (All Japan Kendo Federation)
Zen Nihon Kyudo Renmei (All Japan Kyudo Federation)
Nihon Sumo Renmei (Japan Sumo Federation Inc.)
Zen Nihon Karatedo Renmei (Karate Federation Inc.)
Aikikai Foundation Inc.
Nippon Shorinji Kempo Renmei (Shorinji Kempo Corp.)
Zen Nihon Naginata Renmei (Naginata Federation Inc.)
Zen Nihon Jukendo Renmei (Jukendo Federation Inc.)
Nippon Budokan Inc.
Aus einer Veröffentlichung der Dänischen Kendo Federation aus dem englischen von Judith Baumgartner übersetzt.
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